Kopenhagen – wir haben (k)ein Problem
2 Sep
Zwei Menschen, ein Traum. Ein Flug ins All. Aber was macht man, wenn die NASA wieder mal keine Billigtickets zur Verfügung hat, die Enterprise in den unendlichen Welten herumcruised und sonst auch kein Raumschiff vom Himmel fällt. Richtig! Man baut sich einfach eins. Die beiden Dänen Peter Madsen und Kristian von Bengtson haben ihr Schicksal und bisher ca. 40000 Euro in die Hand genommen, um sich den Traum vom Flug ins Weltall selber zu erfüllen.
Der Traum könnte schon bald Wirklichkeit werden. Der erste Testflug der selbstgebauten Rakete steht nun kurz bevor. Vor der Küste der Ostseeinsel Bornholm soll die 9 Meter lange Rakete HEAT 1X über 30 KM emporsteigen und dann getragen von Fallschirmen langsam vom Himmel herabschweben. Zum Startplatz wurde die Rakete übrigens vom selbstgebauten Uboot gezogen. Das Startfenster ist zwischen dem 30. August und dem 17. September offen. Der erste Versuch wird wahrscheinlich am 04. September vorgenommen, wenn das Wetter mitspielen sollte. In der Rakete wird anstatt eines Menschen ein Dummy platznehmen, sicher ist sicher.
Sollte der Test klappen, fehlen den Dänen noch 50 Km (NASA) bzw. 70 Km (Fédération Aéronautique Internationale) bis sie den Weltraum erreichen. Das die Jungs schon ziemlich Wumms im Hintern haben, kann man bei diesem Antriebstest der Heat 1x sehen. Interessant ist auch, dass das Projekt ein Non-Profit-Projekt ist und die technischen Details der Raketen im Internet veröffentlicht werden, damit eines Tages Weltraumflüge für kleines Geld Wirklichkeit werden. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage Copenhagen Suborbitals, im Weblog Rumfart pa den anden made (auf dänisch) oder bei Wikipedia.
3, 2, 1, Zero, LIFT OFF!















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